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Frauenritualkreis in Frankfurt und Umgebung

von Monika, Gesine, Jutta, Petra und Ursula 2003 gegründet in Frankfurt am Main

 

Liebe Frauen, Hexen und Priesterinnen!

Zu Lichtmess 2003 hatte sich ein neuer Frauencoven /Frauenritualkreis in Frankfurt am Main gegründet. Im Jahr 2003 haben wir in sehr kleiner Kerngruppe die Jahreskreisfeste regelmäßig zusammen gefeiert. Die Altersstruktur war anfangs sehr gemischt, wir waren Frauen im Alter von 18, 35 Jahren, 37, 41, 46, 51 Jahren und eine Frau mit 70 Jahren. Inzwischen haben wir unsere Ritualälteste in Ehren entlassen, da ihre Kräfte nachließen. Der Kreis ist einerseits für erfahrene Frauen gedacht, die gerne wieder in einem Kreis feiern wollen, anstatt einsame Wege zu gehen. Andererseits wollen wir Frauen ansprechen, die offen und auf der Suche sind und die Rituale zu den Jahreskreisfesten und die Spiritualität der Göttin in heutiger Zeit kennen lernen wollen. Der Schwerpunkt der Spiritualität liegt auf der Verehrung der Natur und der Göttin, wozu wir uns an markanten Punkten des Jahres mit der Energie der Natur im Ritual verbinden.

 

Wir feiern die Feste eher aus pragmatischen Gründen in einer Frauenrunde. Denn unsere Männer haben weniger Interesse an Ritualen oder sind in anderen eigenen Ritualgruppen gebunden. Zu den einzelnen Festen oder zu Familienritualen haben wir die Feste manchmal probeweise für Gäste und damit auch für die befreundeten, verwandten und verpartnerten Männern oder Söhne und Kinder geöffnet, damit aber ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Daher nehmen wir für die kontinuierliche Feier der Feste nur Frauen ab 18 Jahren auf. Wir genießen die Feste, wenn wir nur mit Frauen feiern und unsere Frauenkraft stärken.

 Rituale an den acht Jahreskreisfesten für den immerwährenden Kreislauf von Werden und Vergehen.

An den Jahreskreisfesten werden altes Wissen, Frauenspiritualität, alte Religion und Rituale bejaht und aktiviert unter anderem durch:

·        Selbsterfahrung

·        Musik, Lieder und Tänze zum Jahreszyklus

·        schreibende, bildnerische und musische Kreativität

·        Phantasiereisen und leichte Trancen

·        Meditation, Mythen und Märchen

·        Orakeltechniken wie Tarot und Astrologie

·        Rückbesinnung auf die Natur

 

Die göttliche Kraft begegnet uns in der Natur. Wir sind wie alle Lebewesen Kinder der Mutter Erde. Wir können sie mit vielen Namen anrufen und in vielerlei Gestalten erleben. Als Frauen haben wir einen anderen Zugang zur Quelle des Lebens als Männer. Wir erschließen uns und zum Teil auch unserer Umwelt durch die Feier der Jahreskreisfeste eine weiblich geprägte Kultur. Wir unterstützen uns durch gegenseitigen Austausch in unserem Frau-Sein und auch bei persönlichen Entwicklungsschritten. Wir unterstützen die Erde und die Natur durch die Feier der alten Rituale. Der Bezug der Menschen zur Natur wird wieder hergestellt und bekräftigt.

Wir geben Raum für die unterschiedlichsten Motive zu feiern: Teils aus Freude an weiblicher oder naturbezogener Spiritualität, teils aus dem Bedürfnis, die alte martriarchale Spiritualität wieder erlebbar zu machen, teils aus dem Glauben an die Göttin im Sinne der Wicca-Religion. Wir bemühen uns um Toleranz allen Glaubensrichtungen gegenüber und begleiten uns in unserer spirituellen Entwicklung mit Offenheit. Einige Kirchlich-christliche Vorstellungen wie z.B. die Erbsünde, strafender Vatergott und die Körper-, Frauen- und Sexualfeindlichkeit von Teilen der christlichen Kirche lehnen wir allerdings ab. Wir verwenden daher keine spezifisch christlichen Symbole oder Texte in den Ritualen. Auch wenn der christliche Jahreskreis viele Elemente des heidnischen Jahreskreises aufgenommen hat, haben die christlichen Kirchen doch eine andere Sicht auf die Feste des Jahreskreises. Manche von uns feiern beide Jahreskreise parallel und machen auch damit gute Erfahrungen.

 

Wir arbeiten in den Ritualen manchmal mit leichten Trancen, die aber ausschließlich durch Tänze, Meditationen oder Entspannungsübungen eingeleitet werden. Eine Tranceeinleitung durch Drogen lehne die meisten Frauen im Kreis ab, so dass wir darauf verzichten. Wir versuchen, der Göttin klar und nüchtern zu begegnen.

 

Wenn Du Dich der Gruppe anschließen möchtest, solltest Du bereit sein, nach einem Proberitual an allen acht Festen verbindlich teilzunehmen und zusammen mit mir oder einer anderen Teilnehmerin ein bis zwei Feste pro Jahr vorzubereiten. Falls Du weiter weg wohnst, solltest Du Dir überlegen, ob Du dennoch eine regelmäßige Teilnahme auch bei allen Wetterlagen zusichern kannst. Wir feiern die Feste teils in Frankfurt, im Sommer meist in einem wilden Garten bei Friedrichsdorf. Versuche, im Laufe des Jahres “ganz” in den Kreis zu kommen und vorher den Umfang Deiner sonstigen privaten wie beruflichen Verpflichtungen daraufhin abzuschätzen.

 

Wir haben keine hauptamtliche Leitungsperson im Kreis. Die Leitung der Feste wechselt von Fest zu Fest und jede nimmt im haftungsrechtlichen wie im spirituellen Sinne mit voller Eigenverantwortung an den Festen teil. Die ersten Feste wurden von Monika Molitor vorbereitet. Für die weiteren Vorbereitung der Feste haben wir dann nach einiger Zeit Paare gebildet, so dass immer eine erfahrene Frau mit einer noch relativ ungeübten Frau zusammen ein Fest vorbereiten und das Ritual durchführen konnte. Zwei Frauen im Kreis sind in ihrer rituellen Praxis stark von Ziriah Voigt beeinflusst, außerdem sind die Erfahrungen des Ritualkreises in die Bücher von Monika Molitor eingeflossen.

Du solltest in der Lage sein, Dich den übrigen Frauen im Kreis zu öffnen, damit wir in unserem Kreis unsere Freude über positive Entwicklungen teilen, aber auch Ängste, Probleme und Verletzungen untereinander ansprechen und uns auf diesem Wege unterstützen können. Dazu gehört die Bereitschaft, Dich am Anfang der Gruppe vorzustellen und in den Kreis einzubringen mit Deinen Wünschen und Erwartungen in Bezug auf die Gruppe, die Feste und Rituale. Nach einem Proberitual entscheidest du und die Gruppe, ob wir zusammenpassen. Eine wichtige Grundlage für das gegenseitige Vertrauen in der Gruppe ist die Gewissheit, daß die persönlichen Mitteilungen, die wir uns machen, nicht nach außen dringen und unter uns bleiben.

Die Kosten für unserer Feiern, also evtl. anfallende Raummieten oder Materialkosten, teilen wir untereinander auf, das können Kosten für Kerzen, Räucherwerk oder ähnliches sein. Manchmal mieten wir einen Raum in Sachsenhausen, der dann pro Frau 7 Euro kostet.

Interessierte Frauen können sich bei mir melden über monika@junghexentreff.de. Ich bin aber nur die Kontaktfrau für den Coven und eine Mitbegründerin, ich kann nicht für den Kreis als ganzes sprechen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir bzw. Euch: Merry meet and merry meet again!